Ferien in Bodenmais! Tom, Phillip und Nadine begleiten Toms Großvater bei seiner Reise nach Bodenmais. Ein runder Geburtstag steht an. Doch was zunächst als harmloses Zusammentreffen alter Freunde aussieht, entpuppt sich schon bald als eine spannende Reise in die Vergangenheit!
Eine alte Schatzkarte gibt den Kindern Rätsel auf, die sie einmal quer durch Bodenmais führen. Doch weder die Rißloch-Wasserfälle, noch das Bergwerk im Silberberg hüten einen geheimen Goldschatz. Ist es wirklich ein Goldschatz, nach dem die drei Abenteurer suchen? Manche Schatzkarten führen zu mehr Reichtum, als es Gold je könnte!
Artikelnummer: 040144
nur 39.95 Euro
52 Seiten
16 Illustrationen
7 Illustrationen personalisiert
Inklusive Persönlicher Widmung
Format: Hardcover
Maße: 210 x 297mm (A4)
Sprache: Deutsch
Erschienen: Juli 2010
Autor: Julie Sander
„Wenn Tom nicht gleich kommt, dreh ich um und leg mich wieder schlafen!“ Nadine ließ ihren Rucksack auf den Bahnsteig plumpsen und gähnte demonstrativ.
„Hey, auf unseren besten Freund ist verlass! Der kommt ganz sicher gleich“, versprach Phillip. Dennoch schielte er unsicher zur Bahnhofsuhr. 12 Minuten nach 7 Uhr zeigten die gusseisernen Zeiger auf dem Ziffernblatt an. Jetzt wurde auch Phillip nervös. „Der Zug fährt in drei Minuten ab und von Tom und seinem Opa ist nichts zu sehen“, sagte Phillip und blickte ratlos zu Nadine. Die zuckte nur mit den Achseln. „Sag deiner Mama, sie kann uns gleich wieder mit nach Hause nehmen. Mir doch egal, ob wir nach Bodenmais fahren, oder nicht. Ich bin einfach nur müde und will schlafen. Ob im Zug, oder im Bett, ist mir völlig schnuppe.“
„Kinder, wenn die beiden nicht in den nächsten Sekunden kommen, sehe ich schwarz für eure Ferientage im Bayerischen Wald!“ Auch die Mutter von Phillip wurde so langsam hektisch. Unruhig lief sie auf dem Bahnsteig auf und ab.
„Da seid ihr ja endlich!“, rief Phillip plötzlich und stürmte auf Tom zu. In dem Moment rief der Schaffner lautstark: „Alles einsteigen bitte, der Zug fährt ab!“
Nadine rappelte sich blitzschnell auf, schnappte sich ihren Rucksack und sprang in den Zug. Phillip und Tom hetzten ihr hinterher. Nur der Opa von Tom fand noch ein paar Worte zum Abschied und reichte Phillips Mutter die Hand.
„Ich freue mich, dass Phillip und Nadine mich begleiten. Richten Sie bitte Nadines Mutter meine herzlichsten Grüße aus. Mit der Rasselbande an meiner Seite wird das sicherlich eine unvergessliche Rückkehr in meine Heimat werden – wenn auch nur für ein paar Tage. Ach, so ein runder Geburtstag ist doch ein wundervoller Anlass mal wieder in Erinnerungen zu schwelgen. Habe ich ihnen schon erzählt, dass mein Freund Karl 70 Jahre alt wird? Man, man, man, wie die Zeit vergeht!“
„Ja, die Zeit vergeht viel zu schnell. Die Jahre ziehen nur so an einem vorüber“, seufzte Phillip Mutter. „Gute Reise! Bis bald!“
„Komm schon, Opa! Der Zug wird nicht warten, bis du dich auch mal ins Abteil bequemt hast!“, drängelte Tom.
„Puh, wo habt ihr denn so lange gesteckt?“, fragte Nadine, nachdem sie umständlich ihren Rucksack im Gepäcknetz über den Sitzen verstaut hatte.
„Stau!“, stöhnte Tom auf.
„Und viel zu viele rote Ampeln. Und einen Parkplatz haben wir auch nicht auf Anhieb gefunden“, fügte sein Großvater erklärend hinzu. „Habt ihr denn schon gefrühstückt? Toms Oma hat uns belegte Brote gemacht – wenn ihr wollt, können wir jetzt in Ruhe einen Happen essen. Bis Bodenmais fahren wir locker vier Stunden. Und essen ist der weltbeste Zeitvertreib!“
Nadine lehnte dankend ab. Ihr war noch immer nur nach einer Mütze voll zusätzlichen Schlaf. Auch Tom und Phillip schüttelten die Köpfe und kuschelten sich in die Sitze.
Erst der Schaffner weckte die vier, als er das Abteil einige Zeit später betrat und ohne Rücksicht auf die Schlafenden rief: „Die Fahrscheine bitte!“
Toms Großvater schreckte als Erster hoch. Hektisch suchte er in seiner Jackentasche nach den Fahrscheinen. „Das gibt es doch gar nicht. Ich bin ganz sicher, dass ich sie eingesteckt habe. Einen Moment bitte noch.“
Nadine murmelte irgendetwas vor sich hin, woraufhin Phillip auch aufwachte. Nur Tom hatte einen festeren Schlaf und ließ sich von dem Treiben im Abteil nicht aus den Träumen reißen. „Unsere Fahrscheine hast du, Phillip“, murmelte Nadine und öffnete schläfrig ein Auge.
Toms Opa suchte noch immer. Mittlerweile in der Reisetasche, deren Inhalt nach nur drei Minuten kreuz und quer über den freien Sitzen verstreut lag. „Bitte, gedulden Sie sich noch eine Minute. Nur eine einzige, die Tickets müssen hier irgendwo sein!“, schnaufte Toms Opa und kramte und wühlte.
„Hey, was ist denn hier los?“ Tom war aufgewacht. „Dein Opa hat eure Fahrscheine vergessen!“, sagte Nadine.
„Quatsch, hat er nicht. Na ja, zumindest nicht ganz … oder so.“ Tom fischte die Tickets aus seiner Jeans und reichte sie dem Schaffner. „Lagen auf dem Küchentisch, Opa!“
„Spitze, toll, dass du sie eingesteckt hast. Ich hätte sie doch glatt vergessen“, seufzte Toms Opa und ließ sich erleichtert in die Sitze fallen, nachdem er die ganzen Klamotten zurück in die Reisetasche gequetscht hatte.
„Und, habt ihr jetzt Hunger? Also ich könnte ein Brot vertragen!“
„Gerne!“, sagte Nadine, die jetzt auch das zweite Auge geöffnet hatte.
„Klar!“ Tom gab die Brote weiter, die sein Opa ihm gereicht hatte. Als alle satt waren, begann Toms Opa zu erzählen: „Wisst ihr, Kinder, ich hatte eine tolle Kindheit in Bodenmais. Zusammen mit meinem besten Freund Karl, der morgen übrigens seinen 70. Geburtstag feiert, falls ihr das vergessen habt, bin ich durch die weiten Wälder gestreift, habe mit ihm bei den Rißlocher Wasserfällen geangelt und wenn ich mich recht erinnere, sogar einmal einen Fisch gefangen. Und nach dem Unterricht haben wir allerhand Unsinn gemacht. Stellt euch mal vor, eines Abends, es muss im Herbst gewesen sein, denn es war schon dunkel, als wir den Bauernhof der alten Erna aufgesucht hatten, haben wir ihre Kühe mit grüner Farbe angemalt. Als sie uns bemerkte, hat sie geschimpft wie ein Rohrspatz! Wie wir am nächsten Tag hörten, hat sie eine Kuh nach der anderen in die Badewanne gestellt und abgeseift. Wahrscheinlich stimmte das nicht, aber dass sie geschimpft hat, ist sicher! Das war vielleicht eine Furie, sag ich euch! Die mochte es gar nicht, wenn wir uns auf ihrem Hof herumtrieben. Na, auf jeden Fall war der Heuboden von Erna für uns damals der aufregendste Ort auf der ganzen Welt! Da haben wir uns versteckt, wenn wir etwas ausgefressen hatten. Und die Tochter von Erna und dem Bauern Siegfried hat uns niemals verpetzt, obwohl sie immer genau wusste, wo wir Lausejungen waren. Sie hätte es nicht gewagt uns zu verpfeifen!“
„Warum nicht?“ Nadine spitzte die Ohren.
„Ha! Das werde ich euch sagen. Mira, so hieß die Tochter vom Bauern Siegfried, war in den Knecht Leopold verliebt. Irgendwann erwischten wir die beiden knutschend im Heu.“
Toms Großvater übersah, dass Tom und Phillip rote Ohren bekamen und erzählte munter weiter: „Ihr Vater durfte nichts von ihrer Liebe wissen, denn Erna sollte mal den Bauernjungen Erich vom Nachbarhof heiraten, denn das versprach Ansehen und Wohlstand. Mira hielt nichts von den Plänen ihres Vaters. Sie war bis über beide Ohren in Leopold verliebt. Dass er nur ein einfacher Knecht war, war ihr völlig schnuppe. Ihr Vater durfte also nie etwas von ihrem Heu-Abenteuer erfahren. Also machten Mira und wir eine Abmachung. Sie verpetzte uns nicht und wir verpetzten sie nicht. Und soweit ich mich erinnere, haben wir alle dieses Abkommen nicht gebrochen.“
„Und was ist aus Mira und Leopold geworden?“, fragte Nadine verträumt.
„Ich weiß es nicht. Als ich fort ging aus Bodenmais, war Mira längst weg. Sie ist eines Tages einfach verschwunden. Leopold übrigens auch.“ Toms Großvater zwinkerte Nadine verschmitzt zu. Auch Nadine konnte eins und eins zusammenzählen. „Sie ist mit ihm durchgebrannt! Oder?“
„Vermutlich“, nuschelte Toms Großvater und schmunzelte.
„Was für eine kitschige Geschichte“, sagte Phillip und schaute gelangweilt aus dem Fenster. „Hey, ich kann schon den Bayerischen Wald sehen. Wir sind bald da!“
Phillip behielt recht. Es dauerte nicht mehr lange und der Zug rollte im Bahnhof von Bodenmais ein. Phillip, Nadine und Tom und sein Großvater packten ihre Sachen zusammen und stiegen aus dem Zug. Karl stand bereits am Bahnsteig und erwartete seine vier Gäste. Die Begrüßung fiel stürmisch aus. Toms Großvater hatte Tränen in den Augen und auch Karl nahm die Brille ab und strich sich verschämt mit dem Handrücken über die Augen. Nadine, Phillip und Tom warteten geduldig ab, bis die zwei alten Herren ihr Wiedersehen mit genügend Tränen begossen hatten und Karl sie endlich zu ihrer Unterkunft brachte.
Aber im Gasthof angekommen, ging es gleich weiter mit stürmischen Begrüßungen und tränenreichen Umarmungen. So wie es aussah, waren alle alten Schulkameraden und Freunde zu Karls 70. Geburtstag erschienen. Die Feier war schon in vollem Gange, auch wenn der Kaffee noch nicht serviert war.
Tom stöhnte auf: „Das kann ja lustig werden! Opa, gib uns einfach die Schlüssel fürs Zimmer, wir packen schon mal aus. Wir kommen dann gleich wieder runter. Versprochen!“ Zu Phillip und Nadine zischte er: „Schnell, verdrücken wir uns, bevor wir hier auch noch zu heulen anfangen!“
Nadine hetzte kichernd hinter Tom und Phillip die Treppen zu ihrem Zimmer hinauf. „Unglaublich! Ob wir auch mal so werden, wenn wir alt sind?“
„Ich ganz sicher nicht!“, sagte Tom bestimmt.
„Ich auch nicht.“ Phillip schüttelte energisch den Kopf und schmiss seine Tasche aufs Bett, nachdem sie ihr Zimmer gefunden und in Augenschein genommen hatten.
„Ich schlafe am Fenster“, sagte Nadine und platzierte ihren Rucksack auf dem Bett, riss das Fenster auf und sah auf die in der Ferne liegenden Bergspitzen des Großen Arbers. „Da möchte ich hin!“, rief sie begeistert. „Hat dein Opa nicht erzählt, dass dort in der Nähe die Wasserfälle sind? Hey, das wird bestimmt lustig!“
„Nadine, wir sind noch nicht mal fünf Minuten hier und du willst schon wieder hoch hinaus. Auf die Berge! Tze …“ Tom schnaufte laut auf. „Ich mach mir nicht so viel aus Bergen. Mir ist eher nach Schwimmen!“
„Ja, genau, unter den Wasserfällen!“ Nadines Augen blitzen unternehmungslustig auf.
„Nein, Nadine, im Schwimmbad. Opa hat gesagt, dass hier ganz in der Nähe ein Freibad ist. Ich schnapp mir meinen Comic und ne kühle Dose Cola und tue nichts weiter, als mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und bunte Bilder anzusehen. Bist du dabei, Phillip?“
„Klar! Jetzt?“
„Jo! Ich sag nur schnell Opa bescheid, dass wir uns verdrücken. Geburtstag feiern können die alten Herrschaften schließlich auch ohne uns. Wir kennen eh niemanden. Wir schütteln kurz die Hände, stellen uns vor und weg sind wir!“
Ganz so schnell wie erhofft schafften es die drei Freunde zwar nicht, sich von Karls Geburtstagsfeier zu verdrücken, aber es gelang ihnen dennoch ins Freibad zu kommen.
Phillip stöhnte laut auf, als er es sich auf dem Strandlaken bequem machen wollte. „Hätte ich auch nur einen halben Butterkuchen mehr gegessen, wäre ich geplatzt!“
„Frag mich mal.“ Auch Tom hielt sich den Bauch. „Für mich keine Cremeschnitten mehr die nächsten Jahre.“
„Ihr seit Weicheier, Jungs! Niemand hat euch gezwungen das Kuchenbuffet zu plündern.“
„Doch, der Anstand! Oder hätten die alten Leute das alles alleine essen sollen?“, frotzelte Tom und vertiefte sich in seinen Comic.
Nachdem der Besuch beim Silberberg Tom, Nadine und Phillip keinen Hinweis auf irgendetwas gebracht hatte, wollten sie eigentlich schon abbrechen. Aber da ein weiterer Nachmittag im Gasthof nicht so verlockend war, beschlossen sie, trotzdem den nächsten Punkt auf der Schatzkarte anzusteuern. Auch wenn sie keine wundersamen Entdeckungen erwarteten, machten sie sich munter zu den Rißloch Wasserfällen auf. Der Bus hielt leider nicht direkt unter den stürzenden Wassermassen, wie Phillip enttäuscht feststellte.
„Ich hatte so gehofft, nicht noch mal wandern zu müssen“, stöhnte er, als sie sich vom Busfahrer den Weg zu den Wasserfällen erklären ließen. „Ihr müsst einfach nur den grünen Wegweisern mit der Nummer zwei folgen, dann landet ihr direkt unter den Wasserfällen! Habt ihr Regenschirme dabei?“, fragte er und grinste.
„Gummistiefel wären besser gewesen“, sagte Phillip, als sie die ersten Meter ihrer Wanderung hinter sich hatten. Sie hatten sich an einer Weggabelung für den linken Weg entschieden, der zwar steinig war, aber da Nadine unbedingt am Bachlauf entlang gehen wollte, gaben sich Tom und Phillip geschlagen. Und nun bekamen sie alle drei nasse Füße, denn die tobenden Wassermassen spritzten nur so über das felsige Ufer. Je näher sie den Wasserfällen kamen, desto aufbrausender rauschte das Wasser an ihnen vorbei. Tom rief Nadine irgendetwas zu.
Nadine hörte ihn nicht, denn das Wasser tobte so lautstark, dass es sämtliche andere Geräusche zu verschlingen schien. Kein Vögelgezwitscher kam gegen den Lärm der Wasserfälle an. Noch nicht einmal ein röhrender Hirsch wäre jetzt zu hören gewesen. Toms Rufe nach Nadine waren also zwecklos. Erst als sie alle drei unter den Wasserfällen standen, fragte Nadine: „Was wolltest du vorhin?“
„Ach, hab ich längst vergessen. Wahrscheinlich nur anmerken, dass mein Magen knurrt!“, sagte Tom.
„Und den konntest du hören?“, wunderte sich Phillip. „Außer Wasserrauschen hab ich nichts um mich mehr wahr nehmen können. Aber jetzt, jetzt höre ich, dass auch mir der Magen grummelt.“
„Lasst uns bitte wenigstens nach irgendeinem Hinweis von Miras Vater suchen. Jetzt, wo wir schon mal da sind. Und dann suchen wir die nächste Hütte und schlagen uns den Bauch mit Leberkäse voll“, schlug Nadine vor.
Aber wo sollten sie suchen? Vor allem was? Schon wieder sahen sie sich nur ratlos an. Nadine nahm die glatten Felswände genauer unter die Lupe. Dass sie dabei mehr als nur ein bisschen Sprühwasser abbekam, war ihr egal. Sie wollte wenigstens ihr Bestes geben, damit Mira ihr später nicht vorwerfen könnte, sie hätte nicht genügend Einsatz gezeigt!
Und tatsächlich sah sie etwas in den Felsen geschrieben. Ganz klein und in zackigen Buchstaben sah sie eine Innschrift wie von einem Taschenmesser. Das Wasser hatte die Umrandung der Buchstaben über die Jahre geglättet, dennoch waren sie zu entziffern. Wann immer das geschrieben wurde, es muss einige Jahre her sein, dachte Nadine und fuhr mit den Fingern über den glitschigen Fels.
Nicht nur die Hoffnung ist grün gez. S.H.
„Klasse, das bringt uns ja weiter!“, seufzte Tom, als Nadine den Spruch vorgelesen hatte.
„Doch tut es, es bringt uns unserem Leberkäse näher. Ich erkläre die Schatzsuche hiermit wegen Sinnlosigkeit für beendet!“
Da auch Nadine nicht überzeugt war, dass sie irgendetwas Entscheidendes gefunden hatte, schloss sie sich Phillip und Tom an. Doch in ihrem Kopf waberte der Spruch noch immer.
Auch als das nächste Gasthaus längst erreicht war und der Leberkäse ihre Mägen gefüllt hatte, dachte sie noch immer an die Worte von S.H., die noch einige Jahre in dem Fels zu lesen sein würden.
„Was meint der Schreiber nur damit? Habt ihr denn keine Idee? Tom, Phillip, denkt doch mal nach! Und wer ist S.H.?“ Nadine trommelte mit den Fingerspitzen auf dem Tisch. Das brachte ihr Hirn zwar auch nicht dazu schneller zu arbeiten, oder gar besser, aber sie konnte ihre Finger einfach nicht seelenruhig in den Schoß legen, während ihr Gehirn auf Hochtouren lief.
Das Trommeln schien zu helfen. Plötzlich sprang sie auf, stürmte aus dem Gasthaus und rief Tom und Phillip nur schnell zu: „Ich hab es! Wir müssen noch mal zurück zu den Wasserfällen!“
In Windeseile bezahlte Tom den Leberkäse und die drei Spezis und zog Phillip mit sich aus dem Gasthaus. „Nadine hat eine Eingebung! Du weißt schon, wenn Mädels das passiert, drehen sie durch!“
„Nadine, warte auf uns. Was ist dir eingefallen? Sag schon!“, forderte Phillip schnaufend, als sie Nadine fast eingeholt hatten.
„S.H.! Na, dämmert es bei euch nicht? Siegfried Heuer! Ist doch klar. Das war wirklich eine Nachricht von Miras Vater an seine Tochter. Ich weiß nur nicht was er damit meinen könnte – nicht nur die Hoffnung ist grün – irgendetwas Grünes müssen wir finden, dann sind wir einen Schritt weiter.“
„Himmel, Nadine, hier ist überall Grün! Die Bäume, das Moos, die Blätter an den Sträuchern … ja sogar der Wegweiser ist grün!“ Phillip verdrehte die Augen. „Nadine bitte, das hilft uns nicht wirklich weiter!“
„Tut es doch!“ Nadine war stehen geblieben. Siegessicher stemmte sie die Hände in die Hüften. „Der Wegweiser hatte eine Zahl. Und auf dem Schild am Stollen war auch eine Zahl. Erinnert ihr euch?“
„17 Bergleute ließen ihr Leben“, sagte Tom. Bei ihm schien der Knoten zu platzen. „Wir folgten dem Wegweiser mit der Nummer zwei zu den Wasserfällen. 17 plus 2 macht 19 … und nun? Sind wir doch nicht weiter.“
„Wir fragen Mira, was es mit diesen beiden Zahlen auf sich hat. Vielleicht kann sie damit etwas anfangen“, hoffte Nadine, denn die Zahlen waren das Einzige, was irgendeinen Sinn ergab. Mehr hatten sie nicht gefunden. Und es gab nur noch ein Kreuz auf der Schatzkarte – das bei der Kirche in der Dorfmitte. Und die würden sie auf dem Weg zurück ins Gasthaus noch schnell abklappern, bevor sie Mira die Zahlen unter die Nase reiben würden.
„Wer weiß, vielleicht finden wir ja noch eine Zahl!“ Tom strahlte zuversichtlich. Auch wenn für ihn das alles noch keine vorzeigbare Lösung war, so war es dennoch ein Ansatz.
Bewertung von Klaus-Jürgen Frey am 17.08.2010
Heute war der langersehnte 1. Schultag, zu dem wir unserem Sohn das Buch geschenkt haben. Es, ist riesig angekommen! Er ist ganz verrückt danach und kann gar nicht glauben, dass er und seine besten Freunde in einer \"echten\" Geschichte mitspielen. Auch Omas und Opas waren begeistert. Das Buch ist toll ausgearbeitet und dass man vor dem Druck eine Vorab-Ansicht per Mail bekommt fand ich sehr gut. Die Geschichte ist spannend und lustig. Ein besonderes Buch für einen besonderen Anlass. Ich kann es nur empfehlen!
Bewertung von Birgit Kobes am 16.08.2010
Wir sind sehr zufrieden mit dem Buch und der Art der Bestellung. Es kam alles rechtzeitig an, obwohl wir kurzfristig bestellt haben. Der Inhalt hat meinem Sohn gut gefallen, da er durch unseren Urlaub in Bodenmais alle Orte in der Geschichte kannte. Das war eine tolle Überraschung sein Gesicht und seinen Namen in einer Geschichte zufinden. Leider sind einige Rechtschreibfehler drin u.a. Benito` Mutter. Aber im großen und ganzen eine Super Idee, vielen Dank dafür.
Bemerkung von my-kinderbuch.de:Vielen Dank für die Kritik Frau Kobes. Beim Korrekturlesen wurden ein paar Fehler übersehen, diese wurden von uns nun ausgebessert.